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Was Hauseigentümer uns zur Kellerabdichtung fragen

Gesammelt aus den Gesprächen am Telefon und den Fragen, die beim Ortstermin gestellt werden. Zu jedem Verfahren stehen die dazugehörigen Fragen auch auf der jeweiligen Leistungsseite.

Vor der Beauftragung

Kostet die Besichtigung etwas?

Nein. Wir kommen, messen und geben Ihnen den Befund schriftlich. Erst danach entscheiden Sie.

Was ist, wenn während der Arbeiten etwas auftaucht, das vorher nicht sichtbar war?

Dann besprechen wir das, bevor weitergearbeitet wird, und Sie bekommen einen schriftlichen Nachtrag. Ohne Ihre Zustimmung wird nichts ausgeführt.

Wir kaufen gerade ein Haus und haben einen feuchten Keller entdeckt. Können Sie vor dem Kauf kommen?

Ja. Sie brauchen dafür die Zustimmung des Verkäufers. Der Befund hilft Ihnen bei der Kaufpreisverhandlung.

Beseitigen Sie auch den Schimmel?

Wir beseitigen die Ursache und sanieren den befallenen Putz. Bei größerem Befall arbeiten wir mit einer Fachfirma für Schimmelsanierung zusammen.

Kann ich im Haus wohnen bleiben?

Ja. Die Arbeiten finden außen statt. Laut wird es beim Aushub.

Reicht eine Drainage allein?

Nein. Eine Drainage leitet Wasser ab, sie dichtet nicht ab. Ohne funktionierende Abdichtung verschiebt sie das Problem nur.

Zu den Verfahren

Muss wirklich das ganze Haus freigelegt werden?

Nicht zwangsläufig. Wenn nur eine Wandseite betroffen ist und die Ursache eindeutig dort liegt, wird auch nur diese Seite bearbeitet. Das steht im Befund.

Was passiert mit den Pflanzen an der Hauswand?

Kleinere Sträucher werden ausgehoben und wieder eingesetzt. Bei größeren Gehölzen sprechen wir vorher darüber, ob sie den Eingriff überstehen.

Wie lange hält das?

Eine fachgerecht ausgeführte Außenabdichtung ist auf die Lebensdauer des Bauteils ausgelegt. Eine Drainage dagegen braucht Wartung, sonst setzt sie sich zu.

Verliere ich Raumhöhe oder Fläche?

Der Aufbau trägt etwa zwei bis drei Zentimeter auf. Bei einer Vorsatzschale mehr.

Wie lange dauert das Abtrocknen?

Als Faustwert etwa ein Zentimeter Wandstärke je Monat. Bei einer 36er Wand kann das über ein Jahr dauern.

Kann ich danach fliesen?

Auf Sanierputz nicht flächig. Der Putz muss atmen können.

Ist das billiger als von außen?

In der Regel deutlich, weil die Erdarbeiten entfallen. Die Zahlen stehen im Preisrahmen.

Wann ist die Wand trocken?

Die Sperre wirkt sofort, das Abtrocknen dauert. Rechnen Sie mit etwa einem Zentimeter Wandstärke je Monat.

Muss ich den Putz abschlagen?

Im betroffenen Bereich ja. Der alte Putz hat die Salze aufgenommen und würde sie wieder abgeben.

Ist das eine dauerhafte Lösung?

Bei fachgerechter Ausführung ja. Entscheidend ist, dass der Durchfeuchtungsgrad vorher gemessen wurde.

Was kostet die Voruntersuchung?

Die Bohrkernentnahme und die Laborauswertung sind Teil des Angebots und werden separat ausgewiesen.

Wie lange läuft das Gerät?

Als Anhaltswert einen Monat je Zentimeter Wandstärke. Das ist der Grund, warum seriöse Angebote hier keine feste Zahl nennen, sondern nachmessen.

Was kostet der Strom?

Ein Kondensationstrockner zieht dauerhaft Leistung. Die Größenordnung nennen wir im Angebot, sie hängt an Gerät und Laufzeit.

Zahlt das die Versicherung?

Bei einem Leitungswasserschaden in der Regel ja. Bei eindringendem Grund- oder Regenwasser in der Regel nicht, außer es besteht eine Elementarschadenversicherung. Das klären Sie mit Ihrem Versicherer, wir liefern die Dokumentation.

Was bringt eine Kellerdeckendämmung?

Sie ist die günstigste Maßnahme mit spürbarem Effekt, weil der Fußboden im Erdgeschoss wärmer wird. Der Keller selbst wird dadurch kälter.

Muss ich außen aufgraben?

Für die Perimeterdämmung ja. Wenn Sie ohnehin abdichten, entsteht dabei kaum Mehraufwand.

Welche Dämmstärke?

Das hängt an der geplanten Nutzung und daran, ob eine Förderung greifen soll. Wir rechnen das im Angebot durch.

Wie oft muss eine Drainage gewartet werden?

Alle zwei bis drei Jahre spülen. Ohne Kontrollschächte geht das nicht, und dann setzt sich das Rohr innerhalb weniger Jahre zu.

Darf ich das Wasser in die Kanalisation leiten?

In Hamburg in der Regel nicht ohne Genehmigung. Das klären wir vor der Ausführung.

Reicht eine Drainage statt Abdichtung?

Nein. Sie hält Wasser von der Wand fern, sie hält es nicht aus der Wand heraus.

Warum sackt neu verlegtes Pflaster manchmal ab?

Fast immer wegen des Unterbaus, nicht wegen der Steine. Entweder war die Tragschicht zu dünn für die Nutzung, oder sie wurde nicht ausreichend verdichtet. Nach einer Aufgrabung kommt dazu, dass sich der verfüllte Boden über Monate nachsetzt.

Kann mein altes Pflaster nach der Abdichtung wieder verlegt werden?

In der Regel ja. Die Steine werden aufgenommen, gelagert und nach dem Verfüllen zurückgesetzt. Bruch und Verluste gibt es immer, deshalb ist es gut, wenn Restmaterial vorhanden ist. Ob der alte Stein noch nachzukaufen ist, prüfen wir vorher.

Wie hoch darf das Pflaster an der Hauswand liegen?

Es muss unterhalb der Oberkante der Abdichtung bleiben, mit Abstand. Läuft es bündig an den Putz, stehen Spritzwasser und Schnee direkt an der Wand. Das ist eine der häufigsten Ursachen für eine feuchte Sockelzone.

Warum kann nach dem Aushub nicht sofort gepflanzt werden?

Weil der Boden von den Maschinen verdichtet ist und sich Oberboden mit Aushub vermischt hat. Ohne Lockern und den Aufbau einer Vegetationsschicht steht im nächsten Jahr Wasser, und die Pflanzen wachsen nicht an.

Was passiert mit dem Baum neben der Baugrube?

Sein Wurzelbereich wird vor dem Aushub betrachtet, in Hamburg zusätzlich die Baumschutzverordnung. Kleinere Sträucher werden ausgehoben und wieder eingesetzt. Bei größeren Gehölzen sprechen wir vorher darüber, ob sie den Eingriff überstehen.

Gibt es eine falsche Jahreszeit für die Bepflanzung?

Gehölze werden in der Ruhezeit gesetzt, nicht im Hochsommer. Erdarbeiten selbst laufen ganzjährig, nur bei durchgefrorenem Boden nicht. Wenn die Reihenfolge es zulässt, planen wir die Bepflanzung entsprechend.

Warum darf die Terrasse nicht bündig an die Hauswand?

Weil zwischen Belag und Oberkante der Abdichtung ein Abstand bleiben muss. Sonst laufen Spritzwasser und liegender Schnee über die Abdichtung hinweg in die Wand. Wo der Abstand baulich nicht geht, hilft eine Rinne am Übergang.

Wie tief müssen die Fundamente eines Carports sein?

Frostfrei, in der Regel achtzig Zentimeter. Zu flach gegründete Stützen hebt der Frost im Winter an, und im Frühjahr steht der Carport schief.

Wohin läuft das Wasser vom Carportdach?

Nicht an die Hauswand. Ein Carportdach sammelt eine beachtliche Fläche, die abgeleitet werden muss, entweder in eine Versickerung auf dem Grundstück oder in eine vorhandene Leitung. Das gehört in die Planung, nicht in die Ausführung.

Wie viel Gefälle braucht eine Leitung im Erdreich?

Genug, dass nichts stehen bleibt, und wenig genug, dass das Wasser dem Feststoff nicht davonläuft. Beide Fehler führen zu Ablagerungen. Das Gefälle wird eingemessen und nicht nach Augenmaß verlegt.

Wozu Kontrollschächte, wenn die Leitung neu ist?

Damit sie später spülbar und mit einer Kamera befahrbar bleibt. Ohne Schächte ist die einzige Möglichkeit im Schadensfall die Aufgrabung. Wer eine Drainage ohne Schächte angeboten bekommt, sollte nachfragen.

Darf ich mein Regenwasser einfach versickern lassen?

Nicht überall. Versickerung, Anschluss an einen Vorfluter und Anschluss an die Kanalisation sind drei Wege mit verschiedenen Voraussetzungen. Was auf Ihrem Grundstück zulässig ist, klären wir vor der Verlegung.

Reicht es, Rollrasen auf den verfüllten Boden zu legen?

Nein. Auf verdichtetem Aushub wächst auch der beste Rollrasen nicht ein. Der Boden wird gelockert, Grobes abgesammelt, eine Vegetationsschicht aufgebaut und das Planum eben abgezogen.

Was muss ich nach dem Verlegen tun?

Zwei bis drei Wochen durchdringend wässern und die Fläche nicht betreten. In dieser Zeit wachsen die Wurzeln in den Boden darunter. Wer das nicht leisten kann, fährt mit einer Ansaat zum richtigen Zeitpunkt besser.

Rollrasen oder ansäen?

Rollrasen gibt sofort eine geschlossene Fläche und ist die Wahl, wenn nach Erdarbeiten nicht eine Saison gewartet werden soll. Eine Ansaat ist günstiger, braucht aber den passenden Zeitpunkt und mehrere Wochen, in denen die Fläche ungenutzt bleibt.

Zur Ursache und zum Baugrund

Warum ist bei hohem Grundwasser keine Drainage zulässig?

Weil sie dann dauerhaft Grundwasser absenken würde. Das ist genehmigungspflichtig und wird in der Regel nicht erlaubt.

Ich lüfte regelmäßig und es riecht trotzdem modrig. Woran liegt das?

Der Geruch kommt von mikrobiellem Wachstum an feuchten Flächen. Lüften bekämpft ihn nicht, sondern verstärkt ihn im Sommer sogar.

Weiße Kristalle an der Wand lassen sich abwischen und kommen wieder. Was bedeutet das?

Salze, die mit dem Wasser durchs Mauerwerk gewandert sind. Ein deutlicher Hinweis auf aufsteigende Feuchte.

Eine Wandseite ist feucht, die anderen nicht. Was steckt dahinter?

Meist seitlich eindringendes Sickerwasser, oft an der Seite mit dem Gefälle oder ohne Dachrinnenableitung.

Der Keller ist im Winter kalt und im Sommer feucht. Ist das ein Abdichtungsfall?

Klingt nach Kondensat und fehlender Dämmung. Das ist kein Abdichtungsfall.

Der Putz platzt im unteren Wandbereich ab. Was ist die Ursache?

Die Salze kristallisieren hinter der Putzschicht und sprengen sie ab. Der Streifen endet meist bei etwa 1,5 Metern.

Warum ist unser Keller nur nach mehreren Regentagen feucht?

Über den sandigen Schichten der Geest liegen in Rahlstedt stellenweise Geschiebemergelbänke, die Wasser kaum durchlassen. Regenwasser sickert bis zu dieser Schicht, staut sich dort und läuft seitlich an der Kellerwand entlang. Deshalb tritt das Problem wetterabhängig auf und verschwindet in trockenen Sommern.

An einer Seite kommt kein Bagger ans Haus. Geht es trotzdem?

Meistens ja. Häufig lässt sich eine Teilfreilegung an der erreichbaren Seite mit einer Innenabdichtung an der Grenzwand kombinieren. Wir prüfen zuerst, welche Wandseiten überhaupt erreichbar sind und ob die betroffene Seite dazugehört.

Ein großer Baum steht direkt an der Kellerwand. Muss er weg?

Nicht zwangsläufig. Die Hamburger Baumschutzverordnung schützt Bäume ab einem bestimmten Stammumfang, und der Wurzelbereich gehört zum geschützten Bereich. Vor der Ausführung klären wir, welche Bäume betroffen sind, ob eine Ausnahmegenehmigung nötig ist und ob abschnittsweise von Hand ausgehoben werden muss.

Lässt sich ein Keller in der Marsch auf Wohnraumniveau trockenlegen?

Nicht in jedem Fall. Es gibt Fälle, in denen die ehrliche Antwort lautet: dicht bis zu einem bestimmten Niveau, nutzbar als Lagerraum, aber nicht als Wohnraum. Das sagen wir Ihnen bei der Besichtigung offen, und Sie bekommen es schriftlich.

Bei uns ist nur die Bergseite feucht. Woran liegt das?

Das ist das typische Bild für Schichtenwasser. Regenwasser sickert im höher gelegenen Bereich ein, trifft auf eine undurchlässige Schicht und läuft auf dieser Schicht hangabwärts. Es erreicht die Kellerwand nicht von unten, sondern von der Bergseite.

Unser Altbau von vor 1914 hat keine Sperrschicht. Ist das normal?

Ja. Damals wurde keine Horizontalsperre eingebaut. Vereinzelt findet man Bleiplatten oder Schieferlagen in der Sockelfuge, aber das war die Ausnahme. Der Regelfall ist: Es gibt keine Sperrschicht, und die Bodenfeuchte zieht seit über hundert Jahren nach oben.

Nach Starkregen steht Wasser im Lichtschacht. Ist das ein Abdichtungsfall?

Häufig nicht. Wasser, das nicht mehr versickern kann, sucht sich den Weg über die Oberfläche, sammelt sich an tieferen Stellen und drückt in Lichtschächte und Kellerabgänge. Das ist ein Entwässerungsfall, kein klassischer Abdichtungsfall.

Unsere Drainage stammt aus den 1990er Jahren. Funktioniert die noch?

Häufig nicht. Nach zwanzig bis dreißig Jahren ist das Rohr mit eingeschwemmtem Feinkorn und Wurzeln zugesetzt, das Wasser steht im Kiesbett an der Kellerwand, und die Abdichtung, die nur für Bodenfeuchte ausgelegt war, hält dem nicht stand.

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