Kellerabdichtung in Bergedorf und den Vierlanden
Marschboden, hoher Grundwasserstand, Wasser das drückt statt sickert. Hier gelten andere Regeln als auf der Geest.
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Baugrund und Grundwasser vor Ort
Bergedorf ist geteilt: Der alte Ortskern liegt am Geestrand, die Vierlande und Neuallermöhe liegen in der Marsch. Wer in der Marsch einen Keller hat, hat es mit einem anderen Problem zu tun als der Rest der Stadt.
Der Boden besteht aus Klei, Torf und Mudde, also aus Schichten, die Wasser kaum durchlassen und teilweise selbst Wasser speichern. Das Grundwasser steht hier oft dicht unter der Oberfläche. Damit liegt kein Sickerwasser an der Wand an, sondern Wasser unter Druck, und zwar dauerhaft, nicht nur nach Regen.
Daraus folgt eine Regel, die in der Marsch anders lautet als auf der Geest: Eine Drainage ist hier meistens keine Option. Sie würde dauerhaft Grundwasser absenken, und das ist genehmigungspflichtig. Wer Ihnen in den Vierlanden eine Ringdrainage als Lösung anbietet, sollte erklären können, wohin das Wasser abgeleitet werden soll und auf welcher Grundlage das zulässig ist.
Die vollständige Darstellung für das gesamte Stadtgebiet steht unter Baugrund und Grundwasser in Hamburg.
Typischer Gebäudebestand
Am Geestrand um den alten Ortskern findet sich der Bestand, den man auch im übrigen Hamburg antrifft: Gebäude verschiedener Jahrzehnte mit den dazu passenden Abdichtungen ihrer Bauzeit. Dort gelten die üblichen Zuordnungen.
In der Marsch ist der entscheidende Punkt nicht das Baujahr, sondern die Gründung. Bei Bestandsgebäuden lässt sich die Bodenplatte in der Regel nicht nachträglich abdichten. Eine Abdichtung, die dem Wasserdruck standhalten soll, müsste aber geschlossen sein, also Wand und Sohle zusammen. Genau diese Lücke bleibt bei fast jedem Bestandsgebäude offen.
Was hier meistens gebraucht wird
Was bleibt, ist eine Abdichtung, die dem Wasserdruck standhält, also eine Ausführung nach der entsprechenden Wassereinwirkungsklasse der DIN 18533. Bei Bestandsgebäuden ist das aufwendig, weil die Bodenplatte in der Regel nicht nachträglich abgedichtet werden kann.
In der Praxis läuft es deshalb häufig auf eine Kombination hinaus: außen dort, wo die Wand erreichbar ist und der Aushub die Gründung nicht gefährdet, innen dort, wo es anders nicht geht. Welcher Anteil auf welches Verfahren entfällt, steht im Befund, zusammen mit der Angabe, bis zu welchem Niveau die Ausführung dicht ist.
Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung offen, wenn ein Keller in der Marsch nicht auf Wohnraumniveau trockenzulegen ist. Es gibt Fälle, in denen die ehrliche Antwort lautet: dicht bis zu einem bestimmten Niveau, nutzbar als Lagerraum, aber nicht als Wohnraum. Das schriftlich zu bekommen ist mehr wert als ein Angebot, das etwas anderes verspricht.
Anfahrt und Erreichbarkeit
Bergedorf und die Vierlande liegen im Südosten und damit am weitesten von unserem Betriebssitz entfernt. Für die Ausführung spielt das keine Rolle, für kurzfristige Rückfragen planen wir hier mehr Vorlauf ein.
In den Vierlanden stehen die Häuser meist frei und mit ausreichend Platz für Gerät und Container. Der begrenzende Faktor ist der Boden selbst: Kleiige und torfige Böden sind bei Nässe schwer befahrbar, und eine Aushubgrube in solchem Untergrund braucht mehr Aufmerksamkeit für die Böschung als eine im Sand. Beides gehört in die Zeitplanung und in das Angebot.
Ablauf
So läuft das ab
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01
Ortstermin
Wir messen die Wandfeuchte an mehreren Punkten und sehen uns Sockel, Gelände und Regenwasserableitung an. Der Termin kostet Sie nichts.
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02
Befund und Festpreis
Sie bekommen schriftlich, welcher Feuchtetyp vorliegt und welches Verfahren dazu gehört. Dazu einen Preis, der hält.
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03
Ausführung
Sie erfahren vorher Starttermin, Dauer und was auf dem Grundstück passiert.
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Erst messen, dann anbieten
Wir kommen mit dem Feuchtemessgerät, bevor wir über Verfahren reden.
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Festpreis nach der Besichtigung
Was im Angebot steht, gilt. Nachträge nur bei vorher nicht sichtbaren Bauzuständen.
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Ein Ansprechpartner
Von der Besichtigung bis zur Abnahme dieselbe Person.
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Grundstück wird wiederhergestellt
Aushub verfüllt, Pflaster zurückgesetzt, Rasen geschlossen.
Fragen und Antworten
Fragen aus Bergedorf und die Vierlande
Warum ist bei hohem Grundwasser keine Drainage zulässig?
Weil sie dann dauerhaft Grundwasser absenken würde. Das ist genehmigungspflichtig und wird in der Regel nicht erlaubt.
Lässt sich ein Keller in der Marsch auf Wohnraumniveau trockenlegen?
Nicht in jedem Fall. Es gibt Fälle, in denen die ehrliche Antwort lautet: dicht bis zu einem bestimmten Niveau, nutzbar als Lagerraum, aber nicht als Wohnraum. Das sagen wir Ihnen bei der Besichtigung offen, und Sie bekommen es schriftlich.
Was ist mit der Bodenplatte?
Bei Bestandsgebäuden lässt sie sich in der Regel nicht nachträglich abdichten. Das ist der Grund, warum eine Abdichtung in der Marsch aufwendiger ist als auf der Geest.
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